Körperpsychotherapie

Körperpsychotherapie dient dazu, den persönlichen Entwicklungsprozess zu konkretisieren, bewusst zu machen und zu unterstützen. Wenn der Körper in den therapeutischen Prozess einbezogen ist, bleibt die therapeutische Arbeit konkret und unmittelbar, persönliche Lösungen können schneller gefunden werden. Zudem können die in dem Prozess gewonnen Erkenntnisse auch unmittelbar im Körper verankert werden und so im Alltag leichter zur Verfügung stehen. Gerade bei psychosomatischen Erkrankungen, Erschöpfungszuständen, Burnout, kann die Atemtherapie dazu verhelfen, Stressmuster zu erkennen und abzubauen, neue Atemmuster zu entwickeln und so wieder Kraft zu schöpfen.

 

Oft ist es leichter ein Problem zu verstehen, wenn man neben den eigenen Gedanken auch Körperhaltung und Bauchgefühl mit einbezieht. Manchmal genügt die Konzentration auf den Atem, oder die Wahrnehmung der eigenen Haltung, es kann aber auch hilfreich sein, einem spontanen Impuls zu folgen oder ein Gefühl mit Worten oder einer Geste auszudrücken. Das unmittelbare Erleben kann im Körper Ressourcen zur Bewältigung der Situation wecken und so das eigene Selbstbewusstsein stärken.

 

Persönlich steht jeder Mensch an einer anderen Stelle. Es gibt Lebensbereiche, in denen man zufrieden ist und jeder hat Fähigkeiten, die er gut einsetzen kann. Daneben gibt es aber auch persönliche Baustellen, Bereiche, in denen man Schwierigkeiten hat, weiter zu kommen, unzufrieden ist oder wo Fähigkeiten zu fehlen scheinen. So ist es für den einen schwierig, im Leben und in der Arbeit richtig Fuß zu fassen, für den anderen besteht die Schwierigkeit darin, enge Kontakte und Nähe herzustellen. Jemand anderes hat Schwierigkeiten, zu sich zu stehen und sich durchzusetzen, wieder jemand anderes meint alles alleine bewältigen zu müssen und kann nicht um Hilfe bitten.

 

Dementsprechend können die Inhalte der Arbeit sehr variieren. Fokus ist dabei stets, aufbauend auf den Fähigkeiten, die man bereits besitzt, jene Funktionen und Fähigkeiten weiter auszubilden, die man benötigt, um für sich befriedigendere neue Wege gehen zu können. Dabei können alte, oft aus der Kindheit stammende Verhaltens- und Beziehungsmuster erkannt und aufgearbeitet werden und neue Handlungsmöglichkeiten ausprobiert werden. Die im therapeutischen Prozess gewonnenen Erkenntnisse können so dazu dienen, den Boden für Veränderungen im wirklichen Leben zu bereiten.

 

Angewandte Methoden und Verfahren:

  • Körperwahrnehmungsübungen
  • Atemtherapie
  • Bewegungsarbeit
  • Rollenspiele und Ausdruckarbeit
  • Bioenergetische Übungen